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Innere Transformation

Es lebe der Exhibitionismus! – Ich zeige mich.

Liebe Freund_innen,

vor zwei Wochen taten mir die Nieren ziemlich weg. Ich war schlapp und fühlte mich krank.

Da ich nicht krankenversichert bin, wollte ich das nicht auf die leichte Schulter nehmen.

Ich stoppte meinen exzessiven Schokoladenkonsum und ließ die zwei Tassen Kaffe am Tag weg, um meine Nieren zu entasten. Alkohol trinke ich sowieso seit 15 Jahren nicht mehr, Zigaretten und Drogen sind ebenfalls längst passee. Ich bin straight edge1.

Mein Immunsystem ist stark.

Die Ernährung stelle ich auf 80 % Rohkost um: Ganz viel Paprika, Möhren, Fenchel, Äpfel, Birnen, und vor allem Orangen. Letztere sind so lecker süß hier in Portugal. Dazu mal eine Avocado.

Morgens warme Zitrone.

Nach zwei Tagen bin ich wieder topfit.

Ich beginne mit dem täglichen work-out, weil ich plötzlich ´ne Menge Kraft in mir spüre.

Dazu nutze ich ein paar Facebook-Videos von Bob Aero Fit als Vorlage. Animal moves– laufen wie ein Bär, dann wie ein Krebs, meine Körperteile entgegen der Schwerkraft bewegen und immer wieder tief in die Hocke. Die mountain runners machen mich fertig. Meine Knie werden weich und zittern. Ich komme schon nach einigen Minuten an meine Grenzen. Nach einer halben Stunde Power-Sport bin ich wach und ganz da.

Und das work-out wirkt nach.

In den nächsten Tagen noch spüre ich den Muskelkater in Muskelgegenden, die ich schon gar nicht mehr kannte. Ich spüre meinen Körper bis in jede Zelle und nehme dadurch meine Emotionen und Stimmungen hautnah und klar wahr.

Juhuuu! Das ist Leben!

Auch wenn es die Traurigkeit ist, die sich zeigt oder die Leere:

Umso mehr ich sie willkommen heiße, desto schneller ziehen sie weiter.

Ohne die „Genussmittel“ Kakao, Zucker und Kaffee macht sich in mir schon eine Lücke breit, die ausgefüllt werden will. Vielleicht gibt es grad zu viele Serotonin-Neurotransmitter in meinem Hirn und zu wenig Glückshormone.

Ich suche einfach nach dem ultimativen Kick,

also nach dem nackten Leben.

Ich suche die Hitze und die Scham. Ich zeige mich und meine Gefühle. In meiner unmittelbaren Umgebung und meinen Gefährt_innen gegenüber. Ich zeig mich DIR. Das kribbelt ordentlich, wenn ich einen Mut erstmal aufgebracht habe, den „Veröffentlichen“-Knopf zu drücken.

Es geht mir hier also nicht um den Exhibitionismus auf physischer Ebene. Hier ziehe ich nicht nur meine Kleider aus. Ich nehme meine Maske ab. Fließen lasse ich die Energie, die in mir steckt.

Ich lasse sie frei in den Raum.

Und dann: Zweifel – War das richtig? War das nicht zu krass? Scham steigt in mir auf. Es wird heiß. Es ist mir peinlich so zu sein, wie ich bin.

Doch nur kurze Zeit, denn ich lasse diese Gefühle da sein. Sie durchfließen mich.

Ich liebe mich, so wie ich bin.

So wie ich bin, bin ich genau richtig.

Ich liebe DICH, so wie DU bist.

So wie DU bist, bist DU genau richtig.

Ich danke dir, dass du hier meine Erlebnisse bezeugst ohne sie zu bewerten.

Und hier kommt noch das passende Video von MamaPunk* dazu. Sie ist ganz ohne Maske:

https://www.youtube.com/watch?v=6QpoBp6owvs

Viel Liebe!

Deine Frischzugluft

 

 

1 „Straight Edge [stɻeɪt ɛdʒ] (englisch etwa ‚nüchterner Vorteil‘, wörtlich ‚gerade Kante‘; auch straightedge, seltener str8 edge, abgekürzt SE, SxE oder sXe) bezeichnet eine Gegen- bzw. Jugendkultur aus dem Bereich des Hardcore Punks. Ihre Anhänger werden als „Straight Edger“, gelegentlich auch nur als „Edger“ bezeichnet. Die Bewegung verdankt ihren Namen dem Lied Straight Edge der Band Minor Threat, in dem Sänger Ian MacKaye über sein drogenfreies Leben singt. Dabei setzt sich Straight Edge aus dem Wort straight für ‚geradlinig‘ und der US-amerikanischen Phrase to have an edge‚einen Vorteil haben‘) zusammen.“
(Quelle: https://de.wikipedia.org/wiki/Straight_Edge)

Von FrischZugLuft

Ich bin geprägt durch ländlichen Minimalismus aus dem Elternhaus, Punkrock, überschwängliche Lebenslust danach, tiefe Krisen, wundervolle Erlebnisse in der Natur, meine Partnerschaft mit MamaPunk*, meine Vaterschaft und durch mein Kulturanthropologie-Studium.

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