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Hupen auf Bali

Hier auf Bali hupen die Menschen sehr oft im Straßenverkehr. Anfangs habe mich jedes Mal erschrocken. Ich war alarmiert. In Deutschland gilt das Hupen als Alarmsignal. Es gibt Zonen, in denen es ausdrücklich verboten ist. – Jedenfalls gab es die in der Kleinstadt, in der ich aufgewachsen bin, vor dem Krankenhaus. 

Auf der Autobahn hupen Drengler, um darauf hinzuweisen, dass man doch bitteschön die Fahrbahn frei machen soll. Oder jemand will mich darauf aufmerksam machen, dass mein Rücklicht nicht funktioniert.

Hier in Südostasien habe ich gemerkt, dass es oft einfach eine Hilfe ist, eine hilfreiche Geste ist, wenn ich angehupt werde. Es wird nämlich gehupt, wenn mich jemand überholt. Aber nicht: „Hey – mach Platz! Ich will vorbei!“  Sondern es heißt: „Achtung, ich bin hinter dir und überhole dich jetzt. Bitte schere nicht aus!“ Es ist ein Mittel der Kommunikation im Sinne von Achtsamkeit.

Das hat meinen Horizont erweitern. Und vor allem habe einen neuen Umgang mit dem Hupen gefunden. Das gibt mir Gelassenheit. Ich hupe jetzt auch öfter mal 😉

Om

Lars

Von FrischZugLuft

Ich bin geprägt durch ländlichen Minimalismus aus dem Elternhaus, Punkrock, überschwängliche Lebenslust danach, tiefe Krisen, wundervolle Erlebnisse in der Natur, meine Partnerschaft mit MamaPunk*, meine Vaterschaft und durch mein Kulturanthropologie-Studium.

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