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Liebe*r Brieffreund*in!

Liebe Wesen, liebes Ich!
Kann ich auch ich auch schreiben, wenn ich traurig, niedergeschlagen und pessimistisch bin? Ja. Was schreibe ich dann? Was ist dann meine Motivation zum Schreiben? Meinen Frust nieder schreiben? Vielleicht. Meine Trauer (in Worte) zu fassen? Joa.
Nur am liebsten komme ich dabei auf tolle Gedanken und finde neue Glaubenssätze. Ich muss nicht schreiben. Ich schreibe, wenn ich gerne schreibe UND ich schreibe und siehe da: Ich habe gefallen daran, wie die Buchstaben purzeln. Ich kann nicht lang in der Leere verharren.
Ich denke nämlich: ICH SCHREIBE MEINEM/MEINER BRIEFFREUND*IN ❤️💔💝
Ich schreibe Dinge von mir, die Ich ziemlich intim finde. Und vor allem bin ich dankbar dafür, dass DU sie bezeugst!!!
In Liebe
Die Frischzugluft

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„Mach das leiser!“

Liebe Leser_innen!

Heute war ich sehr dünnhäutig. Und da kam es gleich zwei mal, als sich Mitbewohner_innen dieses Video unten angesehen haben, während ich dabei war:

Ich rief: „Nein – mach den Ton aus!“ oder „Mach das leiser!“ – Ich fühlte Scham und ich fühlte mich nicht gut genug.

Vielleicht kam mir das Video auch nicht hundertprozentig gelungen vor. Vor allem aber war es mir peinlich, wie ich redete oder halt nicht redete. Und das, was ich redete war auch noch unangenehm. An diesem Tag war ich etwas sensibler als sonst. Aber dennoch ist das so ein Ding mit dem Mich-zeigen. Warum stürzt es mich in so starke Ängste, wenn jemand sich in meiner Gegenwart, ein von mir produziertes Video anschaut? Eine Person, die ich mag. Da spielt sicher diese unbestimmte Furcht vor Zurückweisung eine Rolle. In dem Schema: ´Ich mag dich nicht mehr, wenn du nicht machst, was ich will.´ Oder:´Mach keinen Fehler – sonst wirst du nicht mehr geliebt.´ Das sind alte, tief sitzende Glaubenssätze. Die dürfen gehen und begleite sie zur Tür.

Tschüss, meine treuen Begleiterinnen, diese meine Glaubenssätze! Ich brauche Euch nicht mehr!

Ich liebe mich und Fehler-machen ist Lernen. Juhu!

Liebe Grüße, frischzugluft

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Nackt im Internet. Freie und ungehemmte Offenbarungen.

Ich schreibe Tagebuch im Internet. Jeder kann es lesen. Und das löst Gefühle in mir aus. Ich fühle Scham. Ich fürchte mich davor, zurückgewiesen zu werden, könnte mich verletzt fühlen durch Kommentare u.s.w.

Das Schreiben im Internet ist eine Interaktion im öffentlichen Raum. Mir bereitet es Freude, mich nach außen zu öffnen. Mich anderen zu offenbaren, ist eine Übung für mich. Und ich werde jedes Mal reich beschenkt, wenn ich es tue. Das ist so, im analogen Leben wie im digitalen. Beim Briefe schreiben wie beim persönlichen Gespräch. Ein großes Glück!

Ich liebe dich!

frischzugluft

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Schlechte Laune.(K)ein Tabu.

Vor 2 Stunden bin ich aufgewacht. Nachts um 2:00 Uhr. Und ich hatte richtig schlechte Laune. Mir ging im Kopf umher, wie blöd das alles sein könnte, was ich am Tag zuvor gemacht habe. Was habe ich getan?: Ich habe Beiträge im Internet veröffentlicht. Dann habe ich Verträge abgeschlossen, zum Beispiel mit einem Scan-Service, der zukünftig meine Post scannen soll. Das sind alles Sachen, die erledigt werden wollen auf meinem Weg.

Doch da dieser Weg keine vierspurige Autobahn ist, ruft dies Ängste in mir hervor.

Genau gesehen gibt es meinen Weg noch gar nicht. An manchen Stellen gibt es Trampelpfade, die ich gern benutze. Doch es ist nicht meins, ausgebaute Wege zu gehen.

Wow, ich fühle Blockaden mir.

Ich kann einfach nicht sagen und aussprechen, was in mir ist.

Und das bereitet mir noch mehr schlechte Laune. Verträge dich gestern geschlossen habe, habe ich gerade widerrufen. Zurück bleibt mir der Gedanke: Das ist zu viel für mich. Ich schaffe das nicht. Ich schalte meinen Überlebensmodus ein. Und ich denke:Es gibt auch leichtere Wege. Nehme ich doch die.

Doch erst einmal sorge ich für mich: Ich mache mir eine Wärmflasche und trinke Damiana-Tee.

Damit lässt es sich aushalten 🙂. Mittlerweile ist es 5:00 Uhr und ich werde schlafen gehen. Ins gemütliche Tiny-House, in die Bauwagin. Und morgen Früh, wenn’s draußen kalt ist, mache ich den Ofen an und es wird heiß!

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Ohne Geld! – Was macht das mit mir?

Es wäre so einfach, wenn ich genug Geld hätte zum Reisen. Zum Sein. Es ist tatsächlich so, dass das Kein-Geld-haben, etwas mit meiner Stimmung macht. So nehme ich es jedenfalls wahr.

Sonne ist super wichtig für meine Stimmung. Wärme auch.

Doch warum dieses Geld?

Erste Erklärung: Am Geld hängen existentielle Bedürfnisse beziehungsweise deren Befriedigung: Leckeres Essen, Süßigkeiten, Tanzen gehen, Mobilität, Wohnen und einige Dinge, die mir grad nicht in den Sinn kommen.

Zweite Erklärung: Ich kenne es nicht anders. Das heißt: Ich kann meine Bedürfnisse nur mit Hilfe von Geld befriedigen, weil es mir fremd ist, dies anders zu tun. Ich glaube also nur, dass es nicht anders möglich ist, weil ich es kaum anders erfahren habe.

Es bin so sozialisiert! Wir leben im Kapitalismus.

Ich will hier keinen kommunistischen Standpunkt einnehmen. Nein. Es ist nur dieser „-ismus“. Dieses Unbedingte. Diese Vormachtstellungen des Geldes, die hier herrscht. Und diese ist auch in mir verankert.

Ein Lösungsansatz:

Doch sobald ich von lieben Menschen umgeben bin, lassen diese Pseudo-Bedürfnisse nach Schokolade, Kaffee und Mobilität nach.

‚Pseudo‘ heißt dabei: Diese Bedürfnisse sind krass konstruiert. – In etwa wie Werbung uns suggeriert: Wir brauchen diesen Artikel oder jene Dienstleistung, um komplett zu sein.

Doch: Was brauchst du wirklich gerade? Was macht dir Freude? Was erregt dich?

Tu, was du liebst!

Nimm deine Angst als das wahr, was sie ist: Ein Kribbeln auf dem Weg zu deiner Leidenschaft!

Ich liebe dich!

Die FRISCHZUGLUFT

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ABFLUG – Der Beginn unserer Reise nach Thailand

Kein Geld und trotzdem Leben!

Klar sind da ab und zu diese Gedanken an das Minus-Geld auf der Kreditkarte, die sogenannten „Schulden“. Schuld ist ein kulturelles Konzept. Es ist nichts universelles, sondern ein Konstrukt auf dem beispielsweise unser Geldsystem basiert. Schuld spielt natürlich noch in vielen anderen Lebensbereichen eine Rolle. Es gibt Schuldgefühle und Schuldzuweisungen. Was ich damit sagen will: Ich bevorzuge den Begriff Minus-Geld. Er rückt diese Begebenheit weg vom Schuldgefühl und hilft mir dabei, mich davon zu distanzieren und die „Roten Zahlen“ auf dem Konto rational zu betrachten. Denn: Geld ist etwas rationales.

Wir haben also schon Minus-Geld, jedoch noch ein verbleibendes Limit. Damit kaufen wir uns Flüge nach Thailand und sind erstmal zwei Monate raus und drin in der Sonne, in den Tropen, einfach lebendig.

Nebenbei bemerkt finde ich es sonderbar, dass sich Menschen in Norddeutschland angesiedelt haben: Sie mussten einen wirklich triftigen Grund dafür gehabt haben. Eine starke Motivation muss sie dazu getrieben haben, sich hier nieder zu lassen. Es ist über viele Monate nicht nur kalt, sondern auch äußerst dunkel. Wenn man nicht jeden Sonnenstrahl erhascht (und auch dann) ist man ziemlich bedroht: Dem Körper steht nicht das UV-Licht zur Verfügung, dass er benötigt, um beispielsweise Vitamin D zu produzieren.

Mit der Differenzerfahrung im Rücken fällt es dem Sonnengetankten leicht auf: Anfang Februar laufen in Norddeutschland fast nur noch bleiche Menschen herum. Und diesen Menschen, die diese Durststrecke durchlitten haben, steht offensichtlich ins Gesicht geschrieben: Ich bin schlecht gelaunt, mir geht es….

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Zu Hause -Wo ist das?

„Wohin reisen wir?“, frage ich mich.

„Nach Hause!“, sagt die Stimme.

„Wo ist das, zu Hause?“, frage ich.

 

„Innen!“, sagt die Stimme